Prof. Claus Leggewie (Universität Gießen)

Kommentar: Mag. Dr. Christopher Schlembach

Zeit: Dienstag, 20.10.2026, 18 Uhr

Ort: Europäisches Zentrum für Wohlfahrtspolitik und Sozialforschung, 1090 Wien, Berggasse 17 (Eingang im Hof links, Stiege 3, 2. Stock)

Zusammenfassung: Planetar denken heißt, die Erde als Planeten ernst nehmen: vom Erdkern bis in den interplanetaren Raum, von der Nanosekunde bis zur Tiefenzeit, vom Elementarteilchen bis zur Erdmasse. Stehen Wechselwirkungen zwischen unserem Heimatplaneten und uns im Zentrum, nimmt ein planetares Wissensparadigma Gestalt an. Es geht einher mit der Relationierung menschlicher Existenz im Universum und der Relativierung der anthropozentrischen Sichtweise mit der Anerkennung der Wirkmächtigkeit nicht-menschlicher Lebewesen. Dabei rücken Fragen der Bewohnbarkeit und Gastfreundschaft in den Vordergrund, und die Folgen für eine „Politik der Nachhaltigkeit“. Der Vortrag resümiert die Erkenntnisse des letzten Jahrzehnts und bespricht die Folgen für Wissenschaft, Bildung und Politik.

Claus Leggewie war bis 2025 Inhaber der Ludwig-Börne-Professur und Leiter des „Panel on Planetary Thinking“ an der Universität Gießen. Jüngste Publikationen: (mit Sibylle Anderl), Die Sonne. Eine Entdeckung, Berlin 2024; Abrechnung. Eine kritische Reflexion des Postkolonialismus, Baden-Baden 2025; (mit Daniel Cohn-Bendit), Zurück zur Wirklichkeit. Eine politische Freundschaft, Berlin 2025.

Christopher Schlembach ist Senior Scientist an der Bertha von Suttner Privatuniversität St. Pölten und Lehrbeauftragter an der Universität Wien